Sommerhitze am Stall: Schatten, Wasser, Fliegenschutz
Wenn im Teutoburger Wald die Hitze steht, zählt jedes Detail: So bringst du dein Pferd entspannt durch heiße Sommertage.

Es gibt diese Tage im Hochsommer, an denen schon morgens um acht die Luft steht. Kein Wind, die Bremsen sind früh unterwegs, und dein Pferd döst mit halb geschlossenen Augen im Schatten statt zu grasen. Hitze ist für Pferde kein kleines Ärgernis, sondern echter Stress für Kreislauf, Fell und Hufe. Die gute Nachricht: Mit ein paar durchdachten Handgriffen kommst du gut durch die heißen Wochen. Und die Lage hier am Waldrand von Horn-Bad Meinberg spielt uns dabei in die Karten.
Schatten ist keine Nebensache
Pferde regulieren ihre Temperatur vor allem über die Haut und das Schwitzen, aber sie tun sich schwer, überschüssige Wärme wieder loszuwerden. Deshalb ist Schatten im Sommer kein Luxus, sondern Grundausstattung. Wichtig ist, dass jedes Pferd jederzeit aus der prallen Sonne kann, ohne dass es Gedränge oder Rangkämpfe gibt.
Achte im Sommer besonders auf diese Punkte:
- Genug Schattenplätze, damit auch rangniedere Pferde einen Platz finden
- Unterstände und Bäume, die über den Tag wandernden Schatten werfen
- Luftige, nicht stickige Bereiche, in denen sich die Hitze nicht staut
- Frühe Morgenstunden für Weidegang nutzen, wenn es noch kühl ist
Bei uns am Egge Hof grenzen die Paddocks und Ausläufe direkt an den Wald. Der Baumbestand am Silberbachtal und rund um den Hof sorgt dafür, dass die Tiere über den Tag immer eine kühle Ecke finden, gerade in den heißen Mittagsstunden. Wer schon einmal an einem drückenden Julitag in den Wald abgebogen ist, kennt den Unterschied von mehreren Grad, den das Blätterdach macht.
Wasser, Wasser, Wasser
Klingt banal, wird aber im Alltag leicht unterschätzt. Ein Pferd trinkt an heißen Tagen deutlich mehr als sonst, gut und gerne das Doppelte einer kühlen Jahreszeit. Steht dann nur eine halbleere Tränke bereit oder ist das Wasser abgestanden und warm, trinken viele Pferde zu wenig. Das Risiko für Kreislaufprobleme und Kolik steigt.
Ein paar Dinge, die sich bewährt haben: Kontrolliere die Tränken im Sommer öfter als sonst und halte sie wirklich sauber. Kühles, frisches Wasser wird lieber angenommen als lauwarmes. Wenn dein Pferd stark geschwitzt hat, biete ihm nach dem Abkühlen ruhig Wasser an, aber lass es nach großer Anstrengung nicht in einem Zug eiskalt schlürfen. Und behalte im Blick, wie viel jedes einzelne Tier trinkt. Ein Pferd, das auffällig wenig aufnimmt, gehört beobachtet. Wenn du unsicher bist oder Anzeichen von Unwohlsein siehst, hol im Zweifel lieber einmal zu früh den Tierarzt als zu spät.
Fliegen, Bremsen und die richtige Ausrüstung
Nichts raubt einem Pferd die Ruhe so sehr wie ununterbrochenes Insektengedränge. Bremsen können regelrecht aggressiv werden, und ständiges Kopfschlagen und Schweifschlagen kostet Kraft. Eine gut sitzende Fliegendecke, eine Fliegenmaske mit Ohren- und idealerweise Nüsternschutz und ein verträgliches Insektenspray machen den Unterschied zwischen einem gestressten und einem entspannten Pferd.
Wichtig ist der richtige Sitz: Eine Decke, die scheuert oder verrutscht, bringt mehr Ärger als Nutzen. Prüfe regelmäßig, ob Maske und Decke sauber sitzen und keine wunden Stellen entstehen. Und denk daran, dass Insekten sich in feuchten Ecken und rund um Misthaufen sammeln. Saubere Paddocks und trockene Ausläufe reduzieren den Druck spürbar. Bei Hautreaktionen oder anhaltendem Scheuern lohnt sich der Blick von Tierarzt oder Hufschmied, statt lange selbst zu experimentieren.
Training in den kühlen Stunden
Wenn tagsüber die Sonne brennt, verleg deine Arbeit an den Rand des Tages. Früher Morgen und späterer Abend sind an heißen Tagen die Zeitfenster, in denen Reiten und Bodenarbeit für Pferd und Mensch angenehm bleiben. Reduziere an Extremtagen die Intensität, plan längere Schrittphasen ein und gönn deinem Pferd nach der Arbeit genug Zeit zum Abkühlen, bevor es zurück auf Weide oder Paddock geht.
Die Reitwege rund um Horn-Bad Meinberg zeigen im Sommer ihre schönste Seite. Sobald du in Richtung Silberbachtal oder zu den Externsteinen in den Wald abbiegst, wird es merklich kühler und schattiger. Genau dafür ist unser Aktiv-Lauftrail gedacht: Er hält die Pferde über den Tag in sanfter Bewegung, ohne sie in der Mittagshitze zu überfordern.
Am Ende ist Hitzemanagement vor allem aufmerksames Hinschauen. Wer sein Pferd kennt, merkt schnell, wann ihm ein schattiges Plätzchen, ein Schluck frisches Wasser oder einfach eine ruhige Stunde guttut. Hier am Egge Hof, mit dem Wald direkt vor der Tür, versuchen wir genau diese Ruhe möglich zu machen. Damit auch die heißesten Tage für dich und dein Pferd entspannt bleiben.
Interesse an einem Platz?
Wir zeigen dir den Egge Hof gerne persönlich.


