Der Egge Hof
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Region & Ausreiten·05. September 2025· 4 Min

Herbstwälder im Teutoburger Wald: Trails mit Fernblick

Wenn der Teutoburger Wald in Herbstfarben leuchtet, warten die schönsten Ausritte des Jahres – mit ein paar Regeln, die dich und dein Pferd sicher durch die Jahreszeit bringen.

Reiterin auf einem Pferd von hinten auf einem herbstlichen Waldweg zwischen goldgelben Buchen im Teutoburger Wald, im Hintergrund neblige Hügel.

Es gibt diesen einen Morgen im Oktober, an dem der Wald anders riecht. Feuchtes Laub, kühle Luft, und über den Wipfeln steht ein Licht, das im Sommer nie so tief und golden fällt. Für viele von uns ist das die schönste Zeit zum Ausreiten. Die Böden sind noch griffig, die Bremsen endlich weg, und der Teutoburger Wald zeigt sich in Farben, die man kaum in Worte fassen kann. Wenn du mit deinem Pferd hier zu Hause bist, liegen die besten Herbsttrails direkt vor der Tür.

Wo das Licht am schönsten fällt

Rund um Horn-Bad Meinberg gibt es kaum einen Weg, der im Herbst nicht lohnt. Das Silberbachtal ist ein Klassiker: schmale Pfade, das leise Rauschen des Baches, Buchen, die sich über den Weg neigen und dich durch einen goldenen Tunnel führen. In Richtung Silbermühle wird es offener, und wer sein Pferd an der einen oder anderen Stelle ruhig stehen lassen kann, wird mit Fernblicken über die Hügelketten belohnt – gerade an klaren Tagen, wenn der Morgennebel in den Tälern liegt und die Kämme darüber hinausragen.

Auch die Wege rund um die Externsteine haben im Herbst ihren eigenen Zauber, wobei es dort erfahrungsgemäß voller wird. Ein paar Ideen, wenn du das Farbenspiel in Ruhe genießen willst:

  • Früh losreiten: Das erste Tageslicht ist am ruhigsten und am schönsten.
  • Höher gelegene Trails wählen: Auf den Kämmen öffnet sich der Blick weit ins Land.
  • Buchen- und Mischwälder ansteuern: Sie färben sich am intensivsten.
  • Unter der Woche planen: An Wochenenden sind die Hauptwege gut besucht.

Rücksicht in der Jagd- und Wanderzeit

Der Herbst ist im Wald nicht nur unsere Zeit. Es ist Wanderhochsaison, und es ist Ansitz- und Drückjagdzeit. Beides gehört genauso in den Wald wie wir – und mit ein bisschen Aufmerksamkeit passt das gut zusammen.

Halte dich an ausgewiesene Reitwege und respektiere Absperrungen oder Hinweisschilder zu Jagden. Werden Flächen für eine Drückjagd gesperrt, dann meide sie großräumig; es geht um die Sicherheit von allen. Ein freundliches Wort an Wanderer, ein rechtzeitiges Schritt-Reiten beim Überholen und ein kurzer Gruß nehmen viel Unruhe aus einer Begegnung. Signalfarben oder eine reflektierende Weste schaden nie – sie machen dich für andere Waldnutzer früher sichtbar.

Denk auch an die Tiere im Wald: Wild ist im Herbst besonders in Bewegung. Ein Pferd nimmt einen Rehsprung im Unterholz oft eher wahr als du. Bleib deshalb wach und gib deinem Pferd die Chance, kurz zu schauen, statt es durchzudrücken.

Sicher unterwegs, wenn die Tage kürzer werden

Der Herbst hat seine Tücken, und die meisten davon liegen am Boden und am Licht. Nasses Laub kann rutschig sein, besonders auf Wurzeln, Steinen und asphaltierten Übergängen. Reduziere dort das Tempo und such dir griffigen Untergrund. Frisch gefallenes Laub versteckt außerdem gern ein Loch oder eine Wurzel – auf bekannten Wegen kein Problem, auf neuen Trails lieber erst im Schritt erkunden.

Ein paar Dinge, die sich bewährt haben:

  • Die Uhr im Blick behalten: Es wird früh dunkel, plane deine Runde mit Puffer.
  • Licht und Reflektoren mitnehmen, falls dich die Dämmerung doch überrascht.
  • Handy geladen und griffbereit, gern jemandem sagen, wo du reitest.
  • Nach dem Ritt gründlich abtrocknen und die Beine deines Pferdes abtasten.

Zum Thema Beschlag und Trittsicherheit auf nassem Herbstboden gilt: Was für dein Pferd das Richtige ist, besprichst du am besten mit deinem Hufschmied, und bei Fragen zu Gesundheit oder Fitness mit deinem Tierarzt. Jedes Pferd ist da anders, und pauschale Ratschläge helfen selten weiter.

Zurück in den warmen Stall

Das Schönste am Herbstausritt ist oft der Moment danach: Das Pferd dampft leicht, ihr habt Kilometer und frische Luft im Gepäck, und der Waldrand liegt schon wieder in Sichtweite. Bei uns am Egge Hof beginnt der Wald praktisch hinter dem Paddock – ein Vorteil, den man gerade in dieser Jahreszeit zu schätzen lernt. Nach dem Ritt geht es an den Pflegeplatz, dann in die trockene Box mit frischem Heu, während du dich im Reiterstübchen bei einem heißen Kaffee aufwärmst und die Runde noch einmal durchgehst. Genau so darf der Herbst sein. Wir sehen uns auf den Trails.

#herbst#ausreiten#teutoburger wald#sicherheit#horn-bad meinberg

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